Schlimmer Notfall zum Jahresende 2010: Ihre Hilfe wird gebraucht!
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Eine Geschichte zur Weihnachtszeit 2010

Am 2.12.2010 erreichte uns ein Hilferuf aus Nordrhein Westfalen:

20 Katzen können von der Familie der Schwester, die ins Emsland gezogen ist, nicht mehr gehalten werden. Ein trauriger Fall wie schon so oft in den vielen Jahren der Tierschutzarbeit und doch anders, viel schlimmer und aussichtsloser als sonst.

Unsere Telefonnummer erhielt die Frau, die sich für ihre bereits depressive Schwester einsetzt, vom zuständigen Veterinäramt in Meppen. Dieses vertritt den Standpunkt, dass die Leute selbst dafür sorgen müssen, dass die Katzen wegkommen und vom Amt keinerlei Mittel oder Unterbringungsmöglichkeit zur Verfügung gestellt werden. Für "so etwas" gäbe es in dieser Region keinen Hilfsfonds!

Ich nehme Kontakt zum Gesundheitsamt auf, da die Katzen bereits das eine Zimmer, in dem sie mit den drei Menschen leben, verunreinigt haben und Hygienenotstand herrscht. Dort will man sich melden, sobald man etwas über die Familie weiß. Von einer Sicherstellung der Tiere ist absolut keine Rede, von Seiten dieser Behörde auch gar nicht dran zu denken!

Nach einem Anruf bei den Katzenbesitzern erfahre ich von deren Schicksal:

Der Mann liegt nach einem Sturz mit hohem Blutverlust seit vier Wochen im Krankenhaus und hat schwere Hirnschädigungen davon getragen. Er wartet auf einen Platz in der Reha. Ob er jemals wieder gesund wird und Haushaltsvorstand sein kann, ist unwahrscheinlich.

Die Ehefrau sitzt nach einem schweren Verkehrsunfall seit 5 Jahren im Rollstuhl. Gepflegt wird sie von ihrer Tochter, die Hartz IV erhält. Der 15jährige Sohn ist wie die Mutter Bettnässer. Die kleine Rente der verunfallten Frau geht für eine Stromaggregat drauf, da die EWE die Strom- und Gasversorgung eingestellt hat.

Wir wollen uns ein eigenes Bild der Situation verschaffen.

Als unser Mitarbeiter eintrifft, schlägt ihm bereits im Hausflur ein beißender Geruch von Katzenkot und -urin entgegen. Besonders die jungen Katzen sind sehr, sehr schlank. Es ist weder genug Futter noch Streu vorhanden und Müllberge überall.

In den beiden bewohnten Räumen herrscht eine Temperatur von 4 Grad, geheizt wird mit Holz im offenen Kamin.

Wir stellen erst einmal Futter und Streu zur Verfügung und nehmen das verunreinigte Streu mit zur Entsorgung.

Es ist dringende Hilfe für Mensch und Tier erforderlich!

Die erwachsenen Katzen und Kater müssen dringend kastriert werden, damit kein weiterer Nachwuchs ensteht. Sie können in diesem Umfeld nicht bleiben!

Die Menschen dürfen in solch einem Umfeld nicht leben. Es ist unwürdig und traurig. Fotos haben wir aus Anstand nicht gemacht, denn die Beschreibung des Notstandes ist schon schlimm genug!

Ich versuche bei den Behörden Gehör für die Menschen zu finden, die uns bei der Kastration der Katzen behilflich sind. Die Mittel haben wir nicht und neue Schulden beim Tierarzt dürfen wir nicht machen, bevor die alten abgezahlt sind.

Viel von unserem Futter und Streu werden wir nicht mehr geben können, da es sonst für die eigenen Katzen nicht mehr reicht.

Die armen Leute schämen sich und möchten keinen Aufruf in der Presse zur ihrer erbarmungswürdigen Situation.

Wer mag für diesen Notfall etwas spenden?
Erste Bilder vom Notfall (4.1.2011)
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Weitere Infos und Bilder vom Notfall (11.1.2011)
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Auszug aus dem Bericht des Veterinärs:

"Die Katzen waren in einem sehr schlechten Allgemeinzustand.
... hochgradige Veränderungen in der Maulhöhle, eitrige Entzündungen der Zunge, des Zahnfleisches, der Zahnfachhöhlen mit Auflösung von Zahnwurzel und Kieferknochen und hochgradige Entzündung des Rachens. Die Nasenlöcher waren verklebt, daher war eine sichere Nahrungsaufnahme nicht mehr möglich."

Anbei Bilder. Bitte bei schwachen Nerven NICHT anklicken!




Weitere Infos und Bilder vom Notfall (24.1.2011)
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Trotz aller tierärztlichen Bemühungen haben es nicht alle Katzen aus dem schweren Notfall geschafft. Sie mussten von ihrem schmerzvollen Leiden, das sie lange Zeit quälte und unbehandelt blieb, bevor sie zu uns kamen, erlöst werden. Folgende Katzen sind noch am Leben und Mirko und Shuki könnten bestimmt recht bald vermittelt werden. Bei den anderen müssen Sie noch kräftig die Daumen drücken. Vielleicht möchte jemand auch schon eine Patenschaft übernehmen? Es gibt doch viele Menschen mit einem Herz für gequälte Tiere! In dem Haushalt lebte auch noch ein total verwahrloster, inkontinenter Westie. Wahrscheinlich ist er sehr alt. Bilder von Andy vor und nach der Übernahme durch uns:




In der Anlage finden Sie die Katzen, die es bislang geschafft haben:




Einige Bilder von den Katzen aus dem Notfall, die schon recht zahm sind (9.2.2011)
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Neues zum Notfall (12.2.2011)
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Alle Katzen aus dem Notfall sind noch am Leben.
Leider kommt es aber zwischendurch immer wieder zu Durchfällen.
Kotuntersuchungen haben stattgefunden, Medikamente und Spezialfutter wurden verabreicht. Unsere Tierärztin tippt auf Stress, der sich aber langsam weiter abbauen wird.
Wir haben allen Katzen nun auch Namen gegeben.
Außer dem kleinen roten Katzenwelpen "Micky", der immer noch etwas kümmerlich ist, sind alle bislang unkastrierten Tiere unfruchtbar gemacht worden.
Einige der älteren Kätzinnen waren dauerrollig mit allen negativen Begleiterscheinungen.
Bei allen älteren Tieren mussten die Zähne gemacht werden.
Richtig zahm geworden sind Mirko, Moni, Shuki und deren Sohn Micky.
Kati lässt sich mittlerweile streicheln und könnte zusammen mit Shuki vermittelt werden.
Mirko kommt gut mit netten weiblichen Katzen aus.
Moni ist freundlich und sozial verträglich. Ideal wäre es, wenn sie zusammen mit Micky vermittelt werden könnte.

Alle anderen Katzen aus dem Notfall sind immer noch scheu bis sehr scheu. Für sie suchen wir nette Paten, da diese Kätzinnen am liebsten in völliger Freiheit und ohne soviel Stress leben möchten.



Shuki (ca. 2008)

Gerti (ca. 2004)

Gertrud (ca. 2003)


Gesa (ca. 2000)


Gina (ca. 2008)


Gitte (ca. 2010)


Kati (ca. 2009)


Micky (ca. 3 Monate)


Mirko (ca. 2007)



Moni (ca. 2010)


Neues zum Notfall (12.3.2011)
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Mirko hat ein schönes Zuhause gefunden.

Shuki und Kati warten in unserer Kölner Pflegestelle auf nette Katzenfreunde.

Mit Micky´s Durchfall wird es langsam besser. Er teilt sich seine Katzenstube nach wie vor mit Moni.

Gerti, Gertrud, Gesa, Gina und Gitte leben jetzt als Freigänger in Surwold. Sie sind bereits gut in die Gruppe der anderen Katzen aufgenommen worden.
Für diese Menschen gegenüber noch immer scheuen Katzen suchen wir nette Paten.
Neues zum Notfall (29.3.2011)
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Shuki hat über "Tiere suchen ein Zuhause" liebe Menschen und Artgenossen gefunden.

Kati ist zur Freigängerin in Surwold geworden.

Micky bekommt weiter Medikamente gegen Clostridien und es geht ihm schon deutlich besser.
Neues zum Notfall (31.3.2011)
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Kati hat zusammen mit Mandy ein Zuhause gefunden.